Brotmaschine – Brot backen und schneiden

Es gibt wohl kaum jemanden, der dem Duft und Genuss von frisch gebackenen Brot widerstehen kann: Denn 90 % der Deutschen essen jeden Tag Brot und andere Backwaren.

Aber dennoch scheuen noch viele Menschen vor dem Aufwand, ihr eigenes Brot zu backen. Dabei erleichtert eine Brotmaschine bzw. ein Brotbackautomat den Arbeitsaufwand deutlich. Denn mit wenigen Zutaten, die in jedem Supermarkt erhältlich sind oder mit den entsprechenden Fertigmischungen kann jeder mit der Brotmaschine sein eigenes Brot, ganz nach eigenen Wünschen backen.

Wofür eignet sich der Brotbackautomat?

Die Einsatzmöglichkeiten der Brotmaschinen sind vielfältig. Mit nur wenig Aufwand kann ein jeder Brote selbst backen, wie bspw.

  • Mischbrot
  • Weißbrot
  • Vollkornbrot
  • Körnerbrot
  • Glutenfreies Brot

Des Weiteren ist es auch möglich, dank der Zusatzprogramme Pizza-, Brötchen-, Baguette und Kuchenteige herzustellen. Aufgrund der zugeführten Wärme gelingen vor allem die Hefeteige in einer Brotmaschine besonders gut. Zudem gibt es auch Backautomaten, mit denen Marmelade hergestellt werden kann.

Wie funktioniert ein Brotbackautomat?

Der Brotbackautomat, der gern auch simpel als Brotmaschine bezeichnet wird, knetet und rührt den Teig, lässt die Hefe gehen und übernimmt dann das anschließende Backen. All das erledigt der „BBA“ oder Brotbackautomat ganz von allein.

Das einzige was man selbst tun muss, ist, die notwendigen Zutaten wie Wasser, Mehl, Hefe und Salz einfüllen. Wer es einfacher wünscht, der greift zu den fertigen Brotbackmischungen. Im Anschluss wird dann einfach das entsprechende Programm ausgewählt und der gewünschte Bräunungsgrad.

Jede Brotmaschine, die im Handel angeboten wird, funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip: Im inneren befindet sich eine beschichtete Backform und ein bzw. zwei Knethaken. Der Heizkörper befindet sich im unteren Bereich, der bei geringer Temperatur den Teig „gehen“ lässt und später dann bei hoher Hitze backt. Abhängig von Gerät und Brottyp dauert es drei bis fünf Stunden, bis das das leckere frische Brot genossen werden kann.

Der Kauf einer Brotmaschine – das sollte beachtet werden

Bevor es daran geht einen Brotbackautomaten zu kaufen, sollten folgende Dinge überlegt werden:

  • Wie oft wird in der Woche Brot gebacken?
  • Welche Brotsorten möchte man backen?
  • Soll auch viel Vollkorn- oder Dinkelbrot gebacken werden?
  • Möchte man auch Hefeteig, wie beispielsweise für Brioche oder Pizza gehen lassen?
  • Wie groß soll das selbstgebackene Brot sein?
  • Soll eine Zeitautomatik genutzt werden?

Wenn überwiegend große Brote gebacken werden sollen, dann muss darauf geachtet werden, dass die Brotmaschine mit zwei Knethaken ausgestattet ist. Zudem sollten unterschiedliche Bräunungsstufen wählbar sein, um ein möglichst gutes Backergebnis zu erzielen.

Eine Antihaftbeschichtung gehört heute bei den Brotbackautomaten dazu. Wen die Löcher der Knethaken im Brot stören, der sollte einen Automaten ohne diese kaufen. Zudem sollte auch an die spätere Reinigung gedacht werden, denn diese kann sich als zeitintensiv herausstellen, womit schnell die Freude an der Brotmaschine schwindet.

Die Vor- und Nachteile einer Brotbackmaschine

Die Vorteile:

  • Stromsparend im Vergleich zum Backofen
  • zeitsparend
  • Multifunktionsgerät
  • Brot ist preiswerter als beim Bäcker
  • es kann Low Carb- sowie glutenfreies Brot gebacken werden

Die Nachteile:

  • Anschaffungspreis
  • In der Küche wird Platz benötigt
  • In der Brotmitte befindet sich ein Loch (vom Knethaken)
  • Die Brotform ist vorgegeben

Verschiedene Vergleiche und Tests von Brotmaschinen haben bereits ergeben, dass die Geräte im mittleren Preissegment ebenfalls ein Backprogramm für glutenfreies Brot haben und selbst Marmelade mit diesen Brotmaschinen hergestellt werden kann. Die teuren Geräte hingegen weisen mehr Automatikprogramme auf.

Tipp: Nicht immer muss ein teurer Brotbackautomat top Ergebnisse erzielen. Oftmals können die günstigeren Geräte bzw. die der Mittelklasse bessere Ergebnisse erzielen.

Worauf beim Kauf achten?

Eines der wichtigsten Kaufkriterien ist das maximale Gewicht der Brote. Es werden Brotmaschinen mit Brotgewichten zwischen 750 Gramm und 1,5 kg angeboten. Aus diesem Grund sollte jeder darauf achten, dass die Brotgröße den eigenen Ansprüchen entspricht. Für einen Single reicht eine Brotmaschine mit 750 Gramm, während eine Familie eher zu der mit 1,5 Kilogramm greifen sollte.

Gute Geräte weisen bis zu 15 unterschiedliche Backprogramme auf. Des Weiteren unterscheiden sich die Geräte auch in Bezug auf die Knetdauer, der Ruhezeit, der Anzahl der Ruhezeiten, der Backdauer und der Geschwindigkeit. Wer Wert auf eine individuelle Progammeinstellmöglichkeit legt, der muss auf hochwertige Geräte setzen. In dem Fall kann der Verbraucher selbst bestimmen, wie lang die Teigruhe dauert und wie lang die Backdauer ist. Zudem gibt es eine Speicherfunktion, in der die Individualprogramme und Warmhaltefunktionen abgespeichert werden können, damit das Backgut bis zum Verzehr warm gehalten wird.

Des Weiteren sollten auf die Wattzahl geachtet werden und diese liegt in der Regel zwischen 400 und 1000 Watt. Allerdings wird hier ausschließlich die maximale Leistung angegeben und das bedeutet nicht, dass von der Brotmaschine während der gesamten Backzeit bzw. Fertigungszeitraums die volle Leistung nutzt. So kann ein Gerät mit einer hohen Wattzahl zu guter Letzt sparsamer sein, als eines mit geringer Leistung.

Wie funktioniert das Brotbacken in einer Brotmaschine?

Baguette, Buchweizenbrot, Bauernbrot, Toastbrot, Weißbrot, Roggenbrot, Dinkelbrot, Brioche und vieles mehr – all das kann in einem Brotbackautomaten hergestellt werden und ohne großen Aufwand. Hier einmal eine kurze allgemeine Anleitung:

Alle flüssigen Zutaten wie Wasser, Sauerteig oder Joghurt in die Brotbackform füllen und im Anschluss alle festen Zutaten wie Mehl und Hefe hinzugeben.

  1. Das Programm auswählen und die Brotmaschine starten
  2. Nach dem Kneten: Teigruhe, damit der Teig aufgehen kann
  3. Für ein Körner- oder Mehrkornbrot, die Körner in die Backform geben
  4. Nach Ende des Programms die heiße Backform aus dem Automaten nehmen
  5. Nach der Abkühlphase das Brot stürzen und den Knethaken aus dem Brotlaib entfernen

Was kann noch mit einer Brotbackmaschine hergestellt werden?

Nicht nur zum backen von Brot sind die Brotbackmaschinen ideal, sondern es kann auch wunderbar Teig hergestellt werden. Hier ganz besonders Hefeteig, da dieser in der Brotmaschine wunderbar aufgehen und im Anschluss anderweitig verwendet werden kann. So kann in der Brotmaschine auch Teig für folgende Backwaren hergestellt werden:

  • Pizza
  • Hefezopf
  • Baguette
  • Brioche
  • Christstollen
  • Brötchen

Selbst Marmelade kann mit einigen der Geräte gekocht werden. Die meisten der Brotmaschinen verfügen über ein Programm für süßen Brotaufstrich. Dafür können die verschiedensten Früchte wie bspw. Kirschen, Erdbeeren, Aprikosen und viele mehr verwendet werden. Um Marmelade in einer Brotbackmaschine zu kochen, müssen die geputzten Früchte nur zusammen mit dem Gelierzucker in die Form gegeben werden und im Anschluss das entsprechende Programm gestartet werden. Nach rund 60 Minuten ist die Marmelade fertig und kann dann, noch heiß, in die gut sterilisierten Gläser gegeben werden.